Vorfahrt für Bildung

Angebote für längeres gemeinsames Lernen in der Schule weiter ausbauen

  • Schulverband Aachen Ost absichern, Teilnahme am Schulversuch „Primus-Schule“

Finanzielle und personelle Rahmenbedingungen für gelingende schulische Inklusion in Aachen schaffen.

Die SPD Aachen strebt eine Bildungsoffensive an, die die Potentiale von Kindern und Jugendlichen erkennt und fördert – ein Leben lang.

Chancengleichheit und bestmögliche Förderung für Kinder und Jugendliche

Im Bildungsbereich gibt es viele Baustellen. Der von uns seit langem geforderte Inklusionsplan liegt immer noch auf Eis. Die Zukunft der verbliebenen Hauptschulen ist ebenso ungewiss wie eine Lösung des Schulangebotes im Aachener Osten. Es fehlt an einer Gesamtstrategie zur Zukunft der weiterführenden Schulen in Aachen.

Zu viele junge Menschen verlassen die Schulen ohne Schulabschluss. Die Übergangsquoten von der Grundschule ans Gymnasium sind in manchen Aachener Sozialräumen nach wie vor erschreckend gering. Der Abstieg in niedrigere Schulformen innerhalb der Sekundarstufe I ist in Aachen traurige Realität. Dagegen hat der Aufstieg in höhere Schulformen Seltenheitswert. Damit muss Schluss sein.

Ziele im Bereich Schule und Bildung

Eine gelingende Umsetzung des Inklusionsauftrages  (9. SchRÄG) in der Stadt Aachen wird von uns unter kritischer Begleitung nach vorne gebracht. Wir werden deutlich machen, dass Vielfalt und Verschiedenartigkeit (Diversity) als Bereicherung in den Schulen erlebbar wird. Wir treten dafür ein, dass die hierfür in räumlicher, personeller, sachlicher und fachlicher Hinsicht erforderlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden und alle Schulformen einbezogen werden.

Den Beitrag der Vorschulerziehung zur Inklusion werden wir, auf den einschlägigen Erfahrungen der Kitas aufbauend, fördern und voranbringen.

Der von uns seit langem geforderte kommunale Inklusionsplan soll durch den Runden Tisch Inklusion begleitet werden. Dieser soll Qualitätsstandards definieren. Schulische Inklusion ist ein Ganztagsangebot.

Veränderungsprozesse in der Aachener Schullandschaft wollen wir mit  partizipativen Verfahren unter Beteiligung aller Betroffenen begleiten und umsetzen (Schulentwicklungswerkstätten).

Wir fordern eine strukturierte Schulentwicklungsplanung für den Bereich der weiterführenden Schulen in Aachen, die bestehende Aufgabenstellungen zügig erledigt (Zukunft der Hauptschulen, Schulangebot im Aachener Osten, u.a.m.).

Geschlechtsspezifische Förderangebote in Schulen sollen implementiert und ausgebaut werden.

Die dauerhafte Sicherstellung von bedarfsgerechter Schulsozialarbeit in allen Schulen ist für uns unerlässlich. Wir werden uns ebenso für eine stärkere Vernetzung und den Austausch der Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter stark machen.

Wir unterstützen Initiativen zur Einführung eines Modellversuchs „Primusschule“ in Aachen  (Ganztagsschule für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 – 10 mit reform-pädagogischem Ansatz).

Wir möchten den immer noch viel zu hohen Anteil von jungen Menschen ohne Schulabschluss verringern. Die örtlichen Angebote unserer VHS sollen erhalten und ausgebaut werden.

Kinder und Jugendliche, die als Flüchtlinge alleine oder mit ihrer Familie nach Aachen kommen und zumeist ohne jegliche Deutschkenntnisse sind, benötigen ein differenziertes schulisches Angebot an verschiedenen Schulformen oder bei der VHS. Auch gerade für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge müssen ausreichende Schulplätze und Betreuungsangebote zur Verfügung gestellt werden.

Die bildungspolitischen Angebote zur besseren Integration der Aachener mit Migrationsgeschichte sollen verstetigt, ausgebaut und zielgenauer eingesetzt werden. Hierzu bedarf es eines Integrationsplanes, der neuen Herausforderungen gerecht wird.

Kinder und Jugendliche sollen unabhängig von ihrer Herkunft und ihres sozialen Status zur Verwirklichung von Chancengleichheit bestmöglich gefördert und zu guten Schulabschlüssen geführt werden. Wenn erforderlich, soll der Übergang in die Hochschulen begleitet werden.

Lernen ist ein lebenslanger und generationsübergreifender Prozess, deshalb wollen wir diesbezügliche Angebote der VHS und anderer Bildungsträger mit der Unterstützung des Landes ausbauen und nach vorne bringen. Den Schulausschuss werden wir, unter Berücksichtigung des Ansatzes des lebenslangen Lernens in Ausschuss für Schule und (Weiter)bildung umbenennen.

Am Ende der Legislatur muss die  Einführung von inklusivem Lernen auch im S II Bereich erfolgen.